Seniorenreisen

Altötting - Zentrum der Marienverehrung in Bayern

Für viele Senioren ist es ein beeindruckendes und unvergessliches Erlebnis, das religiöse Herz Oberbayerns zu besuchen. Die Kreisstadt Altötting befindet sich etwa eine Autostunde östlich von München, unweit des rechten Innufers. Seniorenreisen machen im ältesten und berühmtesten Wallfahrtsort Bayerns bevorzugt Station. Die Teilnehmer einer Seniorenreise werden sich auf die Spuren der Pilger begeben können, welche seit Ende des 15. Jahrhunderts den Weg zur Kapelle einschlagen und die Schwarze Mutter Gottes bewundern. Die Altöttinger Wallfahrt ist die bedeutendste Marienwallfahrt Deutschlands. Jährlich finden mehr als eine Million Pilger den Weg zur Gnadenkapelle auf dem Kapellplatz.

Die Geschichte der Altöttinger Wallfahrt

Schwarze Madonna Altötting

Die schwarze Madonna von Altötting

Die Altöttinger Wallfahrt nahm im Jahre 1489 spontan ihren Anfang. Dem voraus waren die Berichte von mehreren Wunderheilungen gegangen. So war erzählt worden, dass ein ertrunkenes 3-jähriges Kind und ein von einem Heuwagen überrollter Junge vor dem Gnadenbild der Schwarzen Mutter Gottes wieder zum Leben erweckt wurden. Bereits im 16. Jahrhundert veranstalteten mehr als einhundert Pfarreien regelmäßige Wallfahrten zur Kapelle. Die Keimzelle der Marienwallfahrt ist eine Kapelle aus dem 9. Jahrhundert, welche Ende des 15. Jahrhunderts zum Wallfahrtsheiligtum wurde.

Bei der Schwarzen Mutter Gottes handelt es sich um eine 65 Zentimeter hohe Figur, welche vermutlich aus Lothringen stammt und Ende des 17. Jahrhunderts mit prächtigem Brokat bekleidet wurde. Vor dem Gnadenbild kniet eine lebensgroße Figur aus massivem Silber, welche Prinz Maximilian von Bayern darstellt. Sein Vater stiftete die Figur als Dank für die Genesung des damals Zehnjährigen von einer schweren Krankheit. An der Altöttinger Wallfahrt nahmen so berühmte Pilger wie Kaiserin Maria Theresia oder Marie Louise vor ihrer Reise zur Hochzeit mit Napoleon teil. Durch das spätromanische Portal betreten Senioren vom Ende des 15. Jahrhunderts erbauten Langhaus aus die mit schwarzem Marmor verkleidete Gnadenkapelle, den Mittelpunkt der Marienverehrung.

Der Kapellplatz und seine Sehenswürdigkeiten

Kirche Altötting

Blick auf den Altarraum einer Kirche in Altötting

Der Kapellplatz Altöttings zählt zu den schönsten Stadtplätzen Deutschlands und bildet das Zentrum der Wallfahrt. Auf Seniorenreisen wird den Teilnehmern ausreichend Gelegenheit gegeben, um die zahlreichen Sehenswürdigkeiten am Platz zu besichtigen und sich unter das lebendige Treiben der Pilger zu mischen. Die größte Attraktion am Kapellplatz stellt die Gnadenkapelle dar. Sie zählt zu den ältesten Kirchen auf deutschem Boden. Der achteckige Zentralbau entstand Mitte des 8. Jahrhunderts. Ursprünglich handelte es sich um eine Taufkapelle, welche in späteren Jahren um ein Langhaus erweitert wurde. Das Gnadenbild “Unserer lieben Frau von Altötting” ist in einer Nische zu finden. Die Schwarze Muttergottes entstand um 1330 und wurde aus Lindenholz geschnitzt. Mit der Zeit wurde die Figur vom Kerzenlicht in der Kapelle geschwärzt und kam so zu ihrem Namen. In der Kapelle werden in silbernen Urnen weiterhin die Herzen von bayerischen Fürsten und Königen aufgewahrt. In der Stiftskirche können Senioren die Schatzkammer besichtigen.

Diese wurde in der ehemaligen Sakristei eingerichtet, um die zahlreichen Weihegaben der Pilger aufnehmen zu können. Das bedeutendste Stück stellt das “Goldene Rössl” dar. Die französische Goldschmiedearbeit entstand im 15. Jahrhundert. Die Teilnehmer einer Seniorenreise werden auch das Wallfahrts- und Heimatmuseum Altöttings besichtigen. Die Exponate der Ausstellung reichen bis in die Römerzeit zurück. Auch ein historisches Stadtmodell kann besichtigt werden. Im Neuen Haus öffnet die Altöttinger Schau ihre Pforten. Gezeigt wird die Geschichte der Marienwallfahrt. Hierfür schuf Reinhold Zellner Mitte des 20. Jahrhunderts mehrere Dioramen. Östlich des Kapellplatzes lohnt das Kreuzigung-Christi-Panorama die Besichtigung. Das Rundgemälde wurde auf eine 1.200 Quadratmeter große Leinwand gebannt und ist in einem eigens hiefür errichteten Kuppelbau untergebracht.

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