Seniorenreisen

Jakobsweg

Der Jakobsweg – Paulo Coelho, Hape Kerkeling und Shirley McLaine gingen den bekannten Pilgerweg. Tatsächlich schnürten seit dem 11. Jahrhundert bereits Millionen Menschen ihr Bündel und begaben sich auf den Weg zur Grabstätte des Heiligen Jakobus oder Santiago – wie er in Spanien genannt wird. Tatsache ist, der Camino de Santiago, der neben den Pilgerwegen nach Jerusalem und Rom, im Mittelalter zu den Hauptpilgerwegen zählte, ist so beliebt wie nie zuvor. Zahlreiche Weg führen aus ganz Europa zum Apostelgrab in Spanien. Spricht man vom Jakobsweg, ist jedoch meistens der spanische Camino Francés gemeint, der sich von der französischen Grenze über die Pyrenäen durch Nordspanien bis nach Santiago de Compostela zieht und dabei die Königsstädte Jaca, Pamplona, Estella, Burgos und León durchquert. Dabei ist es nie zu spät, sich diesen Wunschtraum zu erfüllen. Tatsächlich rüsten sich zahlreiche Senioren aus den unterschiedlichsten Gründen für die Reise. Sei es der Wunsch nach sportlicher Herausforderung, dem Hunger nach Erleben oder spirituelle Motive.

Viele Wege führen nach Santiago de Compostela

Jakobsweg

Auf dem Jakobsweg (Camino de Santiago) kann man viele kleine Kirchen besichtigen

Nie war es so einfach wie heute, den Pilgerweg des heiligen Jakobus zu beschreiten.
Zahlreiche Spezialisten bieten Seniorenreisen an – von der geführten Wanderung in der Gruppe bis hin zum Gepäckservice für diejenigen, die lieber nur mit Tagesgepäck unterwegs sind und Land und Leute genießen möchten. Abwechslungsreiche 800 Kilometer stehen dem bevor, der sich auf den ganzen Weg begibt, der sich aber auch gut in Teiletappen bewältigen lässt. Schon im Vorfeld ist es nicht nur für Senioren sinnvoll, sich mit ausgedehnten Spaziergängen auf die körperliche und geistige Herausforderung vorzubereiten.

Am bequemsten und schnellsten ist die Anreise dann mit dem Flugzeug nach Biarritz, Zaragoza oder Barcelona. Von dort geht es dann weiter mit Bus oder Bahn, mit denen sich natürlich auch die ganze Anfahrt bewältigen lässt. Das Gepäck sollte gerade bei Seniorenreisen so gering wie möglich sein und 10 bis 15 Prozent des Körpergewichts nicht überschreiten. Packlisten finden sich auf zahlreichen Internetseiten und in guten Pilgerführern. Eine gute Hightech-Ausrüstung bietet manche Vorteile – sie ist leicht und funktionell. Einen Pilgerausweis für die Stempel, die man auf jeder Station bekommt, gibt es vor Ort. Gegen Spende und Aufwandsentschädigung verschicken verschiedene Pilgergemeinschaften das begehrte Dokument schon im Vorfeld. Baumelt die begehrte Pilgermuschel dann am Rucksack, eine Jakobsmuschel ist das äußere Zeichen der Jakobspilger, kann es losgehen.



Abwechslungsreiche Landschaften und historische Städte

Santiago de Compostela

Das Ziel des Jakobsweges, die Kathedrale von Santiago de Compostela

Zahlreiche Sehenswürdigkeiten warten auf den Wanderer. Die Pyrenäen bieten spektakuläre Ausblicke und wunderbare Landschaften. Hier gilt es den Cisca-Pass auf 1.430 Metern Höhe zu überwinden. Sehenswert das Rolandsdenkmal und der kleine Ort Roncesvalles mit seinem historischen Pilgerkloster. In der Stierkampfmetropole Pamplona locken kleine malerische Gassen, die stimmungsvolle Cafés und Bodegas beherbergen, zum Verweilen ein. Die berühmte gotische Kathedrale und die Zitadelle sind in ihrem Inneren mit reichen Fresken ausgemalt. Hier befindet sich das Grabmal für König Carlos III. Die Strecke über Estella, Irache und Logroño führt durch Weinberge und Weideland. Eine Kostprobe des edlen Rebensafts gibt der Weinbrunnen in Irache.

Auch Logroño, die Hauptstadt Navarras, besitzt ein schönes historisches Zentrum. Einen Besuch wert ist die Kirche Santa Maria, die ursprünglich Palast war. Weiter führt der Weg durch alte Römerstädte und grünes galizisches Bergland. Der etwas beschwerliche Aufstieg nach O`Cebreiro kann auch mit dem Bus überwunden werden. Hier gilt es die berühmten strohgedeckten Rundbauten, genannt Pallozas, zu entdecken. Santiago de Compostela, Pilgermetropole und Ziel der Reise, überzeugt als junge und weltoffene Pilgerstadt. Historische Baukunst steht neben modernen Gebäuden. Jeden Mittag wird die Pilgermesse zelebriert und so bekommt die Pilgerreise einen würdigen Abschluss.

Wer mag, setzt die Reise fort bis Finistere, das lange als das „Ende der Welt“ galt.

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